Projektziel und beteiligte Partner
In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten
Vorhaben Haptisches Sensor-Aktor-System auf der Grundlage der Echtzeitelastographie
sowie von elektro- und magnetorheologischen Materialien (HASASEM) soll ein Funktions-
muster aufgebaut werden, mit dem die Wirkung und das Anwendungspotential des
beschriebenen Systems demonstriert werden kann. Das Sensor-Teilsystem auf der
Grundlage der Echtzeitelastographie wird am Institut für Hochfrequenztechnik der
Ruhr-Universität Bochum entwickelt, wo wesentliche Voraussetzungen dafür bereits
erfüllt sind. Für das Aktor-Teilsystem ist in der Endform eine Konfiguration vorgesehen,
die aus etwa 1000 Einzelzellen besteht, die einzeln elektrisch angesteuert werden und
damit jeweils eine individuelle Festigkeit aufweisen.
Die hierfür notwendigen steuerbaren Materialien werden am Fraunhofer-Institut für
Silicatforschung in Würzburg entwickelt. In einer verwandten Anwendung wurde hier bereits
ein haptischer Joystick aufgebaut, dessen Kraftrückkopplung auf der Wirkung einer elektro-
rheologischen Flüssigkeit basiert. Die einzelnen Zellen des Aktor-Teilsystems sollen
entsprechend dem Auflösungsvermögen des menschlichen Fingers eine Ausdehnung
von etwa 2 Millimetern aufweisen.
Infolge des hohen Maßes an Parallelisierung sind für die Aktorherstellung ausgefeilte
und wirtschaftlich vertretbare Fertigungsmethoden erforderlich, in denen das Institut für
Mikrotechnik in Mainz umfangreiche Erfahrungen besitzt.
Die individuelle elektrische Ansteuerung der haptischen Elemente erfordert ein komplexes
Versorgungssystem. Am Fachbereich Elektrotechnik der Fachhochschule Regensburg
soll hierfür ein neues Steuerungskonzept umgesetzt und die zur Ansteuerung der Aktoren
notwendige Software entwickelt werden. Durch das Zusammenwirken der von den
verschiedenen Projektpartnern entwickelten Komponenten wird eine neuartige Technologie-
plattform geschaffen, auf der anschließend neue Produkte entstehen sollen.